Auch diese Methode hat Geschichte: Die Ureinwohner Südamerikas zogen das Zupfen dem Rasieren vor. Im alten Orient war die Zupfmethode ebenso beliebt. Hier entwickelte man bereits vor vielen tausenden von Jahren eine Technik, die man als Vorreiter des heutigen Epiliergeräts bezeichnen könnte: Dünne Schnüre wurden so geschickt über die Haut gewickelt, dass sich die Härchen darin verfingen und ausgerissen wurden. Diese Technik wird heute noch praktiziert, wie auch eine Tradition der afrikanischen Völker: Sie reiben die entsprechende Hautregion vor dem Zupfen mit Asche ein. Das soll ein Ausreißen ohne Schmerzen ermöglichen. Zum Ausdünnen von den Augenbrauen oder dem Damenbart eignen sich vor allem Pinzetten mit einer geraden Kante. Die macht es möglich, dass man großflächiger Zupfen kann. Wer präzieser zupfen will, der sollte zu einer Pinzette mit spitzer Kante greifen, da einzelne Störenfriede damit leichter gepackt werden können. Die spitzen Pinzetten eignen sich übrigens auch gut für eingewachsene Haare. Auch Automatikpinzetten können das Zupfen erleichtern. Bei jeder Art von Pinzette greift man am effektivsten, wenn die Haut dabei mit den Fingern gestrafft wird. Wer die Form seiner Augenbrauen komplett ändern möchte, der sollte das lieber vom Fachmann machen lassen. Denn eine klare Symmetrie ist mit der Pinzette schwer zu erreichen.
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